AKTUELLES AUS DEM DORFLEBEN RATHAUS BÜRGER UND GÄSTE WIRTSCHAFT

Newsletter der Gemeinde Bernried


Oktober 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

Das Kloster bleibt im Dorf!

Die Nachricht, dass die Gemeinde das Kloster erwirbt, hat wohl nahezu alle Bernrieder mit großer Freude erfüllt. Es ist zwar noch einiges unter Dach und Fach zu bringen und die Gemeinde muss sehr viel Geld in die Hand nehmen, doch wenn dadurch die Schule einen idealen Platz findet und auch die Schwestern bleiben können, behalten wir den lebendigen Mittelpunkt unseres liebenswerten Ortes und sind weiterhin Klosterdorf. Wir finden, das ist eine glückliche Fügung! Einzelheiten dazu und weitere Nachrichten lesen Sie in unserem heutigen Newsletter.

In bester Herbststimmung
Ihr Arbeitskreis Kommunikation und Information

Nachfolgend die Themen dieses Newsletters (zum direkten Lesen einfach auf den Link klicken):

_____________________________________________________________________________________________________

Damit es gut weitergeht

Klosterdorf Bernried – hinter diesem Begriff verbirgt sich eine lange Tradition, die mindestens bis ins Jahr 1120 zurückreicht. Augustiner-Chorherren standen am Anfang dieser Klostergeschichte; die letzten 70 Jahre haben Missions-Benediktinerinnen von Tutzing sie geprägt. Am 04.07.1949 zog eine kleine Gruppe von Schwestern von Tutzing nach Bernried. Die Missions-Benediktinerinnen hatten die alte Anlage erworben und gründeten in den Gebäuden eine Haushaltungsschule mit Internat, die im Laufe der folgenden Jahre zu einem Vorseminar für soziale Frauenberufe (mit Fachschulreifeabschluss) ausgeweitet wurde. 1972 wurde die Schule aufgegeben und das Haus in ein Bildungshaus für kirchliche Erwachsenenbildung umgewandelt. Heute tagen dort ganz unterschiedliche Gruppen und Menschen, die von nah und fern an diesen wunderschönen Ort kommen. Seit über 40 Jahren gestalten die Schwestern auch selbst ein umfangreiches eigenes Bildungsprogramm. So ist das Kloster vielen Menschen zur spirituellen Heimat geworden.
Die Zukunft des Klosters und Bildungshauses St. Martin in Bernried ist den Missions-Benediktinerinnen ein wichtiges Anliegen. In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, dass die Schwestern das Haus mit seinen vielen Herausforderungen und den eigenen nachlassenden Kräften auf Dauer nicht mehr alleine führen und tragen können. Ein besonderes Problem stellen dabei die hohen Brandschutzauflagen dar, die insbesondere im Ostflügel des Klosters erhebliche Investitionen nach sich ziehen würden. Deshalb haben sich die Schwestern intensiv auf die Suche nach einem Träger oder Käufer gemacht, der das Haus in eine Zukunft führt, welche mit den Intentionen der Schwestern harmoniert. Bei diesem Suchprozess wurde eine Vielfalt möglicher Verwendungen überlegt und es wurde mit konkreten Investoren verhandelt.
Manchmal benötigen Dinge ihre Zeit bis sie reif sind. Der Bürgermeister von Bernried wirkte in den vergangenen Jahren bei der Suche stets unterstützend mit. Die Gemeinde hat sich ein Konzept gewünscht, welches der Identität von Bernried als „Klosterdorf“ auch in Zukunft entspricht: Mit einem Kloster, welches auch weiterhin zum Dorf gehört und den Bernriederinnen und Bernriedern offensteht.
Zeitgleich zu diesem „Denkprozess“ wurden schon in vielen Klausurtagungen des Gemeinderates Überlegungen zur Weiterentwicklung der gemeindlichen Infrastruktur diskutiert. Mehr Platz für Grundschule, Kinderbetreuung und Feuerwehr, aber auch Wohnraum für die ältere Bevölkerung wurde festgestellt. Dabei ist der in vielen Bürgerdiskussionen und -befragungen geäußerte Wunsch der Bernriederinnen und Bernrieder nach einer funktionierenden Gemeinschaft in einem selbständigen Dorf immer mit eingeflossen. Das Kloster hat hier eine ganz wichtige Rolle gespielt.
Und damit schließt sich der Kreis.  In den letzten Monaten wurde ein Konzept entwickelt, das die notwendigen Schritte der Kongregation mit den Überlegungen und Wünschen der Gemeinde in Einklang bringt. Welch große Chance für unser Dorf Bernried! Der Gemeinderat von Bernried hat deshalb vor mehreren Wochen die Vorbereitung des Ankaufes des gesamten Anwesens einstimmig beschlossen.

Nutzungskonzept der Gemeinde Bernried 

Seit mehreren Jahren ist die Gemeinde auf der Suche nach einer geeigneten Erweiterungsmöglichkeit bzw. nach einem neuen Standort für die Grundschule Bernried. Durch die Verlagerung der Schule in den Ostflügel des Klosters sowie der Weiterführung der Erwachsenenbildung bliebe im Kloster ein Bildungshaus, das es schon seit 1972 gibt. Ein Verbleib unserer gesamten Kinderbetreuungseinrichtungen im Unterdorf wäre dadurch möglich und auch das pädagogische Konzept unserer Grundschule könnte im Kloster weitergelebt werden. Der Klostergarten als Freiraum ist nicht zu überbieten. Der Gartensaal eignet sich ideal für die Mittagsbetreuung und kurzfristig für die Realisierung der dringend benötigten Kinderkrippe. Den brandschutztechnischen Herausforderungen kann durch die Entkernung und den Ausbau mit der Grundschule begegnet werden.
Dem Gemeinderat ist sehr wichtig, dass die Kongregation der Missions-Benediktinerinnen weiter in Bernried bleiben kann. Im Wesentlichen soll aber auch die Arbeit des Bildungshauses, allerdings auf deutlich kleinerer Basis, im Westflügel und Südflügel des Klosters weitergeführt werden. Vorgesehen ist hierzu die Gründung eines Kommunalunternehmens. Dieses könnte dann z.B. den Sommerkeller betreiben und vor allem auch den Bildungshausbetrieb weiterführen. Zukünftig ist auch der Betrieb von weiteren gemeindlichen Einrichtungen durch das Kommunalunternehmen denkbar. Daraus ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte für die Gemeinde.
Im West- und Südflügel verbleiben etwa 30 Gästezimmer und ein Großteil der Tagungsräume sowie Räume für die verbleibenden Schwestern. Die Zahl von 60 Gästebetten soll nicht überschritten werden, da dadurch wesentlich geringere Brandschutzauflagen als bei großen Anlagen anfallen. Die Tagungsräume, insbesondere der Barocksaal, können dann auch jederzeit von der Gemeinde genutzt werden. Der Betrieb des Bildungshauses kann gut auf der bisherigen Arbeit aufbauen. Die Zusammenarbeit mit den Missions-Benediktinerinnen ist weiterhin wünschenswert. Wenn auch der Umfang verkleinert werden muss, werden kirchliche Gruppen weiterhin gerne aufgenommen, ebenso eine breit gestreute Vielfalt an Belegern, die schon seit langen Jahren gerne ins Haus kommen.
Die Küche ist aufgrund der früheren Anforderungen eher zu groß. Es ist jedoch möglich und machbar, von hier aus neben dem Kloster auch den Sommerkeller und eventuell auch andere Einrichtungen mit zu betreuen. Zusammen mit einem geplanten Klostergasthof bzw. einem Tagescafé kann das Bildungshaus auf alle Fälle über die Deckung der Instandhaltungs- und Nebenkosten hinaus wirtschaftlich betrieben werden.

Zusammenfassung

Nach der Säkularisation 1803 haben die Bernrieder Anfang des 19. Jahrhunderts die Hofmarkskirche vom Freistaat gekauft und damit vor dem Abbruch gerettet. Sie ist bis heute ein Symbol für die Selbständigkeit der Gemeinde Bernried und zeigt die Verbundenheit des Dorfes zum Kloster. Die Zusammenarbeit mit den Missions-Benediktinerinnen war immer partnerschaftlich geprägt. Immer wieder hat die Gemeinde Bernried dem Kloster Grundstücke abgekauft, um ihre Vorhaben, wie z.B. die Wasserversorgung, zu realisieren. Das waren, wie wir heute wissen, immer großartige und vorausschauende Entscheidungen. Mit dem erarbeiteten Konzept kann unser 900 Jahre altes Kloster, welches maßgeblich die Identität von Bernried prägt, für die nächsten Jahrzehnte eine Nutzung erfahren, wie es sich die Missions-Benediktinerinnen und viele Bernriederinnen und Bernrieder wünschen. Das Kloster bleibt damit auch weiterhin das Herzstück unseres Klosterdorfes Bernried.

(Bild v.l.) Oberin Hedwig Willenbrink, Altbürgermeister Josef Steigenberger, Priorin Ruth Schönenberger, Bürgermeister Georg Malterer, Sylvia Vesper (Bildungshausleiterin) und Mechthild Hommel. © Bernhard Jepsen

_____________________________________________________________________________________________________

42. Wallfahrt nach Andechs

Die Süddeutsche fand den Anlass ja etwas merkwürdig: Dass Bernrieder seit 42 Jahren zum Dank für die Selbstständigkeit auf eine Wallfahrt fast 20km nach Andechs gehen, unterwegs drei Mal den Rosenkranz beten und am Ziel einen Gottesdienst feiern. Aber 53!!! Bernrieder waren anderer Ansicht, gingen AUCH HEUER trotz Corona mit, verzichteten wegen des Corona halber gestrafften Ablaufs sogar auf die griabige Weißwurst-Brotzeit nach der Ankunft und genossen einen erstmaligen Open-Air Gottesdienst vor der Andechser Kirche.

Glauben Sie, Bernried hätte in einer Verwaltungsgemeinschaft mit wem auch immer das Engagement, den Mut und die breite Unterstützung gehabt, sich für den Kauf des Klosters auszusprechen? Ich glaube das nicht! Da glaube ich eher an die Bernrieder Eigenständigkeit. Und auch Vereinsabordnungen, Buswallfahrer und andere Begeisterte sorgten für ein tolles Ereignis. Helmut Scherbaum, Altgemeinderat, ging sogar schon zum 40. Mal zu Fuß mit, das hat auch Altbürgermeister Steigenberger nicht toppen können. Bei bestem Herbstwetter, Morgennebel, strahlendem Sonnenaufgang und zum Schluss sogar sommerlicher Hitze waren wohl alle Wanderer begeistert über dieses sehr spirituelle Ereignis. Auch das hat gezeigt, was Bernrieder zu leisten bereit sind. Nächstes Jahr wieder!

Andreas Lüdtke

_____________________________________________________________________________________________________

Aktuelles aus der Fairtrade-Steuerungsgruppe

Zum Auftakt der Fairen Woche konnte endlich wieder eine Präsenzveranstaltung stattfinden, bei der eine persönliche Begegnung möglich war. Mehr als 30 Interessierte informierten sich bei bestem Spätsommer-Wetter auf dem Platz hinter dem Rathaus über das Zusammenspiel des Fairen Handels mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen. Der knapp einstündige Film „Make the world a better place“ machte eindrücklich und gut verständlich klar, was mit den Prämien passiert, die durch den Fairen Handel in den Erzeugerländern erwirtschaftet werden: sie finanzieren nachhaltig, also langfristig vor allem Bildungs- und Gesundheitsprojekte. Das versetzt wiederum hauptsächlich Frauen in die Lage, für sich und ihre Familien eine solide Existenzgrundlage zu schaffen – und dadurch ein besseres Leben zu führen. So wurde schnell deutlich, dass der Kauf fair gehandelter Produkte für jeden von uns eine gute und einfach umzusetzende Möglichkeit ist, z. B. auch wirkungsvoll Migrationsursachen zu bekämpfen
Gleichzeitig nutzte die Fairtrade-Gruppe die Gelegenheit, Regionales und Nachhaltiges vorzustellen: Bier aus Seeshaupt von „Unser Dorfbräu“ (die Kiste war am Ende der Veranstaltung ausverkauft), Mais-Chips von Barbara Eder aus Bernried, die regional und bio angebaute alte Maissorten nahe München zu dieser wohlschmeckenden Knabberei verarbeiten lässt, verschiedene Limonaden von Soda´La und – als besonderer Clou – kompostierbare Trinkhalme aus Hartweizengries und Apfelfasern von wisefood, beides sind Münchner Startups. Gummibärchen und Schokolade aus fairem Handel waren ebenfalls mit von der Partie.

Natürlich fehlte es auch nicht an entsprechendem Infomaterial: alle BesucherInnen konnten die Zeitung zum Film mit vielen Informationen zu den Nachhaltigkeitszielen mitnehmen. Für den kulinarischen Teil gab es das aktuelle Rezeptheft zur Fairen Woche mit dem Hinweis, dass die benötigten fairen Zutaten spätestens beim Eine-Welt-Verkauf am 04. Oktober hier in Bernried erstanden werden können.


_____________________________________________________________________________________________________

Eine-Welt-Verkauf

"fair g’nügt" - Lust auf fairen Genuss? Dann kommen Sie zum Eine-Welt-Verkauf!

Am Sonntag, 4. Oktober 2020 von 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr im Klosterhof

Mund-Nasenschutz nicht vergessen!

 

Wir freuen uns auf Sie!

 Die Eine-Welt-Gruppe der Pfarrei St. Martin/Bernried

 

_____________________________________________________________________________________________________

Stadtradeln findet statt

Liebe Stadtradler und ehemalige Stadtradler,

auf den Sattel, fertig, ... am Samstag beginnt der 3-wöchige Aktionszeitraum für Bernried, zeitgleich mit neun weiteren Kommunen aus dem Landkreis (Weilheim, Schongau, Penzberg, Raisting, Wielenbach, Peiting, Peißenberg, Huglfing, Seeshaupt) und weiteren drei Landkreisen des Oberlands (Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz- Wolfratshausen und Miesbach). Durch die Kooperation der Landkreise mit der Energiewende Oberland werden Werbekampagnen per Plakate, Radio Oberland und über die Social-Media-Kanäle der EWO vor und während des STADTRADELN-Zeitraums veröffentlicht.

Bis jetzt sind für Bernried 13 Teilnehmer angemeldet, da geht noch mehr. Machen Sie bitte auch noch etwas Werbung in Ihrem Bekanntenkreis. Auch während des Aktionszeitraums kann man sich weiter unter https://www.stadtradeln.de/bernried registrieren bzw. den bestehenden Account reaktivieren, und dann ein Team gründen bzw. einem Team beitreten.

Bleiben Sie gesund und auf dem Rad!

Mit vielen Grüßen, Michael Haberl


_____________________________________________________________________________________________________

1. Garagenflohmarkt in Bernried

Am Samstag, den 10. Oktober ab 11:00 Uhr findet der erste Bernrieder Garagenflohmarkt statt.

Angeboten werden Bekleidung, Spielzeug, Bücher, Pflanzen und Gartengeräte, Hausrat, usw.

Übersichtspläne der Flohmarktteilnehmer sind erhältlich bei der Bäckerei Ziegler, bei Papier & So, am Ahornplatz 7 und am Lindenplatz 10.

Anmeldung für Verkäufer und weitere Informationen zum Verkauf unter kinderkleidermarktbernried@gmx.de

Alle Besucher bitten wir um die Einhaltung der ausgehängten Hygieneregeln.
Benutzen Sie bitte öffentliche Park- und Stellplätze.


_____________________________________________________________________________________________________

Einladung zur Dorfmeisterschaft - Schützengesellschaft Alt-Bernried e.V.

Die Schützengesellschaft Alt - Bernried lädt ein zur Dorfmeisterschaft am Samstag, den 10. Oktober 2020

Start: 10:00 Uhr, Dauer bis ca. 18:00 Uhr (Preisverteilung im Anschluss)

Wer:  Mannschaften aus Vereinen / Firmen / Familien / Straßen . . .

Ausschreibung:  4 Schützen (die besten 3 werden gewertet) je 20 Schuss, aktive Schützen werden zugelost
Training:  nach Anmeldung möglich

Anmeldung:  bis 4. Oktober bei Stefan Gehm
Tel. 0151 11157978
E-Mail:  gehm.bernried@t-online.de
Alt-Bernried@gmx.de

Teilnahmegebühr:  15 € pro Mannschaft

Achtung:  Hygienemaßnahmen beachten - MASKENPFLICHT

_____________________________________________________________________________________________________

Jahresversammlung des Heimat- und Trachtenvereins

Am Samstag, den 17. Oktober 2020 findet um 19.30 Uhr die Jahresversammlung des Heimat- und Trachtenvereins voraussichtlich im Sommerkeller statt (Bitte die Einladung beachten!).

Das diesjährige Törggelen des Trachtenvereins am Freitag, den 2. Oktober fällt Corona halber leider aus.

 

_____________________________________________________________________________________________________

Bücherei Bernried

Es passiert einiges derzeit. Nicht nur dass wir im neuen EDV-System WinBIAB bereits alle Medien eingegeben haben, diese wurden inzwischen mit gut lesbaren Aufklebern versehen und farblich nach Bereichen sortiert. Auch wenn die EDV-Ausleihe erst nach dem Umzug ins Gemeindezentrum erfolgt, schon jetzt lassen sich die Medien besser finden. Wir kennen auch bereits die meisten Module des Systems und das Üben macht Spaß.

Nach dem Umzug, der – wenn denn Handwerker und Lieferanten ihre Termine einhalten können –  wohl im Frühjahr 2021 stattfindet, wollen wir fit sein. Zudem planen wir bereits seit vielen Wochen die Einrichtung und besichtigen mit den Verantwortlichen der Gemeinde, den Architekten und den Anbietern die neuen Räume. Zusammen mit den Fachleuten setzen wir alles daran, die neue Bücherei für alle Bernrieder zu einem Wohlfühlort zu machen.
Inzwischen laden wir Sie aber herzlich zur Besichtigung der Neuerwerbungen ins Kloster ein! Darunter ist auch der neue, wieder sehr lesenswerte Roman von Joachim Meyerhoff „HAMSTER IM HINTEREN STROMGEBIET“.


 


Gemeindeverwaltung
gemeinde@bernried.de
Dorfstraße 26
82347 Bernried
am Starnbergersee
Tel.: 08158-90767-0
Fax.: 08158-90767-11