AKTUELLES AUS DEM DORFLEBEN RATHAUS BÜRGER UND GÄSTE WIRTSCHAFT

Newsletter der Gemeinde Bernried


April 2021

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es war einiges los im letzten Monat, besonders im Kloster: Erster Spatenstich im Gartensaal, Bauarbeiten im Kloster, Umzug der Bücherei von jetzt auf gleich. Auch im Gemeinderat gibt es Veränderungen. Darüber berichten wir und mit unseren Pflanztipps wollen wir Sie auf den Frühling einstimmen. Summ, summ, summ…

Einen freundlichen April wünscht Ihnen
Ihr Arbeitskreis Kommunikation & Information


Nachfolgend die Themen dieses Newsletters (zum direkten Lesen einfach auf den Link klicken):

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Umfrage zur Kommunikation der Gemeinde Bernried

In den Newsletter-Ausgaben Februar und März 2021 hatte der Arbeitskreis (AK) Kommunikation/Information eine Online-Umfrage zum Thema Kommunikation der Gemeinde gestartet, die alle Medien (Gemeindeinfo, Webseite, Newsletter, etc.) und Kanäle mit einbezog. Insgesamt sind 96 Rückmeldungen eingegangen.
Herzlichen Dank für die rege Teilnahme! Eine erste Auswertung wurde bereits vorgenommen. Neben erfreulich positivem Feedback gibt es auch einige Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge. Hier die häufigsten Nennungen:

Bernrieder Webseite:
- Besserer Zugriff auf die Protokolle der GMR-Sitzungen (8)
- Bebauungspläne fehlen (5)
- Zu lange Ladezeiten der Bilder (3)
- Suche funktioniert schlecht (3)

Gemeindeinfo:
- Sollte öfter erscheinen, zu wenig aktuell (15)
- Schwarz-Weiß-Bilder (8)
- Format sollte überarbeitet werden (5)

Mehr Informationen zur Arbeit des Gemeinderats:
- Newsletter (22)
- Bernrieder Webseite (11)
- Bürgersprechstunde (3)

Die Verbesserungen für die Bernrieder Webseite sind bereits in Arbeit. Eine Arbeitsgruppe wird sich der Gemeindeinfo annehmen und als erste Maßnahme für die Verbesserung der Information über die Gemeinderatsarbeit führen wir mit diesem Newsletter die Rubrik „Aus dem Gemeinderat“ ein. Hier wird künftig auf aktuelle Themen eingegangen und auch die letzten Protokolle der Gemeinderatssitzungen werden zum Download bereitstehen. Über weitere Fortschritte informieren wir Sie laufend.

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Aus dem Gemeinderat

Kauf des Klosters
Es wird ja bereits eifrig am Gartensaal des Klosters gebaut, um ab Herbst die Unterbringung der neuen Krippe sicherzustellen. Was aber darüber hinaus noch alles im Hintergrund zum geplanten Erwerb des Klosters vor sich geht, ist von außen nicht auf den ersten Blick erkennbar. Das Zusammenspiel von Gemeinde, Kloster, Bildungshausbetrieb und zukünftigem gemeindlichem Kommunalunternehmen ist eine große Aufgabe für unser Dorf. In nahezu allen Sitzungen beschäftigt sich der Gemeinderat daher inzwischen mit Themen rund um den Klosterkauf und die Gründung des Kommunalunternehmens. Dieses soll künftig den Betrieb des Bildungshauses fortführen und auch andere gemeindliche Aufgaben übernehmen. Schließlich soll alles glatt gehen, und dazu sind sehr viele Vorbereitungen zu treffen. Einen Großteil davon bearbeitet unser Bürgermeister gemeinsam mit den Fachstellen im Landratsamt, unserem Altbürgermeister, der Gemeindeverwaltung, verschiedenen Planern und vor allem natürlich direkt mit dem Kloster. Der Notarvertrag liegt bereits in einer finalen Entwurfsfassung vor und viele Details der Unternehmensgründung sind bereits ausgearbeitet. Der Gemeinderat hat außerdem den Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Detig beauftragt, die Gemeinde beim Kauf des Klosters und bei der Unternehmensgründung zu unterstützen. Dr. Detig, war hauptamtlicher erster Bürgermeister der Gemeinde Pullach. Seine Kanzlei ist spezialisiert auf Kommunalwirtschaft, kommunales Unternehmensrecht, EU-Beihilferecht, Immobilienrecht und die Besteuerung der öffentlichen Hand. Er vertritt die Interessen einer Vielzahl von Gemeinden, Städten und Landkreisen mit all ihren unternehmerischen Aktivitäten rechtlich, steuerlich und betriebswirtschaftlich. Ziel ist es, die Verträge zum Klosterkauf und der Gründung des Kommunalunternehmens im Lauf dieses Jahres zum Abschluss zu bringen.

Gemeinderat in neuer Zusammensetzung
Völlig überraschend kam Anfang März die Ankündigung von Franz Eder (Bernrieder Liste/Die Grünen) an die Mitglieder des Gemeinderats, dass er mit sofortiger Wirkung sein Mandat niederlegt. Die Gründe dafür wurden in seiner E-Mail nicht explizit erläutert. Seit 2014 ist es aber jeder Gemeinderätin/jedem Gemeinderat erlaubt, ohne Angabe von triftigen Gründen sein kommunales Mandat niederzulegen. Dieser Sachverhalt hatte natürlich direkte Auswirkungen auf die Struktur im Gemeinderat, sei es in der Besetzung der Ausschüsse als auch im Bereich der Beauftragten und Arbeitskreise. Aus diesem Grund wurde in der letzten Gemeinderatssitzung am 18. März unter TOP 2 sogleich die neue Mandatsträgerin Christine Philipp vereidigt. Sie ist eine „alte“ Bekannte im Gremium, die anhand ihrer gewonnen Stimmen bei der Kommunalwahl 2020 auf dem vierten Platz der Gruppierung „Bernrieder Liste/Die Grünen“ gewählt wurde und somit als erste Nachrückerin dieser Liste ein Anrecht auf einen Sitz im Gemeinderat hat. Darüber hinaus wird Sie zukünftig die durch den Rückzug von Franz Eder frei gewordenen Plätze im „Haupt- und Finanzausschuss“ sowie im „Rechnungsprüfungsausschuss“ übernehmen als auch im „Bauausschuss“ tätig sein. Die weiteren Anpassungen u.a. bei den Beauftragten sind unter www.bernried.de/de/rathaus/gemeindepolitik/unser-gemeinderat# bzw. unter www.bernried.de nach erfolgter Aktualisierung ersichtlich. Somit ist der Bernrieder Gemeinderat wieder vollzählig und kann seine Arbeit gemäß der Geschäftsordnung sowie Gemeindeordnung vollumfänglich wahrnehmen.

Das Projekt „Wunderwelt Bernried“
Das Thema „Kunst“ nimmt seit Jahrzehnten in Bernried einen hohen Stellenwert ein. In unterschiedlichen Facetten ist und wird dies ersichtlich. In diesem Zusammenhang nimmt das Buchheim Museum der Phantasie einen besonderen Platz ein, da es die Bedeutung von Kunst sowie das Verständnis dafür über die Ortsgrenzen von Bernried bekannt macht. Aber wie ist es möglich, das Museum noch besser in den Ort zu integrieren bzw. die Verbindung zwischen Bernried und dem Museum noch enger zu ziehen? Diesem Sachverhalt haben sich insgesamt 16 Künstler (sowohl international tätige als auch regional angesiedelte) angenommen, und zwar in dem durch LEADER-Mittel (mehr Infos dazu hier) geförderten Projekt „Wunderwelt Bernried“. Die Aufgabenstellung ist kurzgefasst, Kunst offen zu zeigen und für jeden Interessierten erlebbar zu machen, und zwar vorwiegend auf dem vom Ortskern kommenden und am See angelegten Weg zum Buchheim-Museum. In der Gemeinderatssitzung am 18. März hat Bürgermeister Dr. Malterer kurz die abgegebenen Entwürfe der Künstler vorgestellt, die wahrlich ein Hingucker in ihrem Facetten- und Ideenreichtum sind, aber nähere Erläuterungen dazu würden den Rahmen des Newsletters sprengen. Diese werden daher seit Kurzem von einer eigens eingesetzten Jury u.a. aus Vertretern der Gemeinde Bernried, des Buchheim-Museums und überregionalen Künstlern bewertet und anschließend die Preisträger gekürt. Es wird sicher noch ein wenig dauern, bis die ersten Kunstobjekte tatsächlich erschaffen sind und vor Ort installiert werden. Lassen sie sich also überraschen...

Protokolle der letzten Gemeinderatssitzungen:

Die Protokolle finden Sie auch auf der Bernrieder Webseite unter „Aktuelles-Gemeinderatssitzungen“.

Niederschrift 1. Sitzung des Gemeinderats - 14. Januar 2021

Niederschrift 2. Sitzung des Gemeinderats - 11. Februar 2021

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Organspendelauf in Bernried

In Zeiten von Corona denkt man verständlicherweise vor allem an die eigene Gesundheit. Zentrales Anliegen des Laufes ist es, das Thema Organspende und Organtransplantation in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Denn trotz der mit rund 84 % überaus positiven Einstellung der Bevölkerung gegenüber der Organspende besitzen lediglich 36 % aller Deutschen einen Organspendeausweis. Rund 9.000 Patient*innen warten daher in jedem Jahr vergeblich auf ein Spenderorgan, täglich sterben bis zu drei Menschen auf den Wartelisten. Selbst, wenn die persönliche Entscheidung zur Organspende negativ ausfällt, lohnt sich der Besitz eines Organspendeausweises. Im Fall des Falles wird so für klare Verhältnisse gesorgt - eine große Entlastung für die Angehörigen.
Der Corza Medical Organspendelauf findet am 16. April 2021 um 17 Uhr in einer Hybrid-Form statt. Es ist geplant, dass eine begrenzte Teilnehmerzahl in der rheinland-pfälzischen Landeshaupt Mainz startet. Parallel kann jede*r über die App “viRACE” virtuell teilnehmen und so dennoch Teil des Laufes sein.
Besonders hierbei ist, dass alle Teilnehmer*innen zur gleichen Zeit starten, jede*r auf selbst gewählten Strecken. Die App registriert Ihre gelaufene Distanz und teilt Ihnen mit, wenn Sie im Ziel sind. Auf Basis dieser Daten gibt es im Anschluss auch eine Ergebnisliste und Urkunden für alle Teilnehmer*innen. Jede*r Bernrieder*in nimmt durch die Anmeldung automatisch an der Tombola teil und hat die Chance auf tolle Preise unserer Sponsor*innen. Der Organspendelauf bietet sowohl für Läufer*innen als auch für Walker*innen zwei unterschiedliche Distanzen (2,5 km & 5 km) an, welche als Streckenvorschlag im Bernrieder Park für den Wettkampf abgesteckt werden.
Weitere Informationen und Streckenverläufe finden Sie auf Postern und Anschlagtafeln in Bernried sowie auf Instagram unter: Organspendelauf_Bernried.
Die Anmeldung zum Lauf erfolgt auf der Website Organspendelauf.

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Neues aus der Eine-Welt-Gruppe

Was hat die Passionszeit mit Tomaten zu tun?
Sicher haben Sie schon von den menschenunwürdigen Bedingungen gehört, unter denen Flüchtlinge im Süden Italiens auf den Tomatenfeldern wie Sklaven arbeiten müssen. Der Schweizer Regisseur Milo Rau hat nun in seinem Film „Das Neue Evangelium“ die Leidensgeschichte Jesu mit realen Szenen aus dem Leben der ausgebeuteten Flüchtlinge verknüpft. Jesus-Darsteller ist der Öko-Aktivist Yvan Sagnet, ein junger Mann aus Kamerun, der in Italien studiert und als Erntehelfer die Not der Flüchtlinge am eigenen Leib erfahren hat. Seither engagiert er sich, kämpft gegen die Ausbeutung und hat eine „Revolte der Würde“ ausgerufen. Die von ihm gegründete Organisation „No Cap“ fördert faire Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft wie angemessene Unterbringung, medizinische Versorgung, gerechte Bezahlung und geregelte Arbeitszeiten.
Wenn Sie mehr über den Film erfahren möchten, finden Sie eine sehr gute Filmkritik unter: Das Neue Evangelium.

Schauen Sie sich diesen sehenswerten Film an. Sie können den Film gegen einen Unkostenbeitrag streamen und damit nebenbei auch noch ein Kino Ihrer Wahl unterstützen: Online-Movie-Player: Das Neue Evangelium

Und helfen Sie mit im Kampf gegen die mafiösen Strukturen, indem Sie die unter fairen Bedingungen hergestellten Tomatenprodukte von No Cap kaufen - die gibt es im Weltladen Weilheim und bei unserem Eine-Welt-Verkauf.

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Gedenkfeier am Bahnhof zum Kriegsende

„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“ (Max Mannheimer)
Im Gedenken an den Zug der KZ-Häftlinge und an die allgemeine Not und das Leid am Ende des 2. Weltkrieges am 28. April 2021 - Erinnern!

Auch in diesem Jahr kann es kein Treffen am Bahnhof geben. Wir möchten aber trotzdem erinnern - so wie letztes Jahr mit Aufstellern an verschiedenen Orten im Dorf und Park. Heuer soll die Mahnblume des Nürnberger Künstlers Walter Kuhn eine wichtige Rolle spielen. Die roten Blüten sollen an die Opfer des NS-Regimes erinnern. Sie waren bereits in München 2018 am Königsplatz als große Installation von 3000 Blüten zu sehen und sind in Penzberg unter dem Motto „Niemals wieder!“ als Friedenszeichen und Erinnerung an die Penzberger Mordnacht zu sehen. Auch wir in Bernried möchten mit dieser Mahnblume Aufmerksamkeit für die Erinnerung schaffen.
Wir werden heuer wieder Erinnerungstafeln, diesmal mit der Mahnblume aufstellen. Zusätzlich sind Sie eingeladen, Erinnerungszeichen am Apfel-Bäumchen am Bahnhof abzulegen (z.B. Blumen oder Kerzen im Glas).
Vielen Dank!

Was war passiert:
Kurz vor Kriegsende sollten viele KZ-Insassen – eng zusammen-gepfercht in Güterwagons – in die sog. „Alpenfestung“ transportiert werden. Ein Zug mit Häftlingen stand auch eine Nacht lang am Bahnhof in Bernried. Die lauten Hungerschreie waren bis ins Unterdorf zu hören. Am nächsten Tag wurde der Zug nach Tutzing weitergeschickt, wo die Häftlinge schließlich befreit wurden. Überlebende aus dem Zug – und aus einem weiteren Zug, der in Seeshaupt endete – fanden danach auch in Bernried Hilfe und berichteten von ihren schrecklichen Erlebnissen. Am 28. April 2005 fand zum 60. Jahrestag die erste „Bernrieder Bahnhofsgedenkfeier“ statt. Im April 2008 pflanzte Max Mannheimer, ein Überlebender aus einem der Züge, das „Korbinian-Aigner-Apfelbäumchen“ auf dem Bernrieder Bahnhofsvorplatz. Der Apfelbaum soll ein beständiges Zeichen der Wachsamkeit und des Mutes sein, für eine friedliche Zukunft und für Versöhnung einzustehen – auch heute! 2021 jährt sich die Befreiung und das Kriegsende zum 76igsten Mal. Nähere Informationen zum Mahnblumenprojekt
(Bild: Mahnblumen am Mahnmal „An der Freiheit“ in Penzberg)

Bahnhofsgruppe Bernried: Christine Eberl, Barbara Eder, Judy Grosch, Stefan Kreuz

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Neues aus der Fairtrade-Steuerungsgruppe

Der März stand bei uns ganz im Zeichen von Frühling und fair gehandelten Blumen. Anlässlich des Weltfrauentags am 08. März überreichten wir an vier Ständen innerhalb unserer Gemeinde fair gehandelte Rosen an die Passanten. Damit machten wir aufmerksam auf die Lage der Frauen in den Produktionsländern und dass der faire Handel für die Frauen dort eine echte Hilfe ist, Existenzgrundlagen schafft und nachhaltig die Lebensumstände vor Ort verbessert. Überdies fördert Fairtrade durch besondere Programme die Gleichstellung der Frauen. Am Samstag waren wir mit Ständen präsent, am Montag überraschten wir auch die Gemeinde-Beschäftigten noch mit fair gehandelten Rosen.
Am Misereor-Sonntag erinnerten wir mit einem Info-Stand beim Eine-Welt-Verkauf an unsere Aktion und den Nutzen, den fair gehandelte Blumen das ganze Jahr über zu stiften in der Lage sind. Wer dies genauer nachlesen möchte, wird hier fündig: Rosenaktion

Neuigkeiten gibt es auch zu unserer Bewerbung: inzwischen hat uns eine Mail mit Rückfragen zu mehreren Punkten erreicht. Wir sind dabei, die Fragen abzuklären, und sind gespannt, wie es dann weitergeht. Es ist gut zu wissen, dass die Fairtrade-Arbeit auch in der derzeitigen Corona-Situation sehr ernst genommen wird. Besonders jetzt sind die Menschen in den Ländern des globalen Südens auf eine gute und zuverlässige Zusammenarbeit angewiesen.
Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden! Bleiben Sie gesund!

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AK Energie

Liebe Bernrieder*innen,
ich möchte meine alte Erdgas-Heizung austauschen und habe deshalb eine Beratung der Verbraucherzentrale in Anspruch genommen. Nach einer Stunde mit technischen Details und energiepolitischen Erörterungen erhielt ich schließlich den Rat, dass ich am besten wieder eine Erdgas-Heizung anschaffen soll.  Kein Wort von der alles entscheidenden Herausforderung, die uns allen ins Haus steht – emissionsfrei zu werden, und zwar so schnell wie möglich.
Ist in der breiten Öffentlichkeit angekommen und bis hinunter zur lokalen Verbraucherzentrale verinnerlicht, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre bereits heute gefährlich nahe an jenem Punkt ist, an dem das globale Klimasystem kippen könnte? Ich bin skeptisch.
Zur Erläuterung: Zusammen mit 194 anderen Staaten hat sich Deutschland 2015 mit dem Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet, Anstrengungen zu unternehmen, die globale Erwärmung unter 1,5 °C zu halten. Dafür hat Deutschland sich das Ziel gesetzt, bis 2050 weitgehend klimaneutral zu sein. Das Problem: Dieses Ziel reicht bei weitem nicht aus!
Um das 1,5°-Ziel einzuhalten, stünden Deutschland Anfang 2020 nur noch 2,4 Gigatonnen an Treibhausgas-Emissionen zur Verfügung. Mit den derzeitigen Emissionen von etwa 0,7 Gigatonnen pro Jahr wären diese bereits innerhalb von dreieinhalb Jahren aufgebraucht – also Mitte 2023. Mit dem bisherigen Vorgehen lässt sich der Pflichtbeitrag Deutschlands zum globalen 1,5-Grad-Ziel nicht mehr erfüllen. Voraussichtlich muss Deutschland zusätzlich investieren, um seine Emissionen auszugleichen. Wer wird das bezahlen? Ich denke, da wird man sich an die Verursacher halten. Aber was können wir Bürger*innen tun? Dazu ein paar Tipps.
Verringern Sie den CO2-Ausstoß so schnell Sie können:
1. Falls Sie noch keinen ökologisch nachhaltigen Strom beziehen, wechseln Sie Ihren Stromanbieter! Unterstützen Sie mit Ihrem Geld kein Unternehmen, das Strom aus fossilen Energieträgern herstellt. Auf Vergleichsportalen (z. B. check24, verivox) finden Sie konkurrenzfähige Tarife für „grünen“ Strom und Sie können den Anbieter rasch und einfach wechseln.
2.  Für Hausbesitzer mit Erdgas-Heizung: Unterstützen Sie mit Ihrem Geld kein Unternehmen für fossiles Erdgas! Es gibt mittlerweile mehrere Anbieter für Gas aus regenerativen Quellen. Schauen Sie z. B. hier

Nicht so schnell, aber Sie sparen Geld und tun Gutes für Klima und Umwelt:
3. Für Hausbesitzer, die über die energetische Sanierung ihres Hauses nachdenken: Nutzen Sie die Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude und beauftragen Sie einen von der BAFA zugelassenen Energieberater; er wird bis zu 80% gefördert. Der Energieberater erstellt Ihnen einen individuellen Sanierungsfahrplan, mit dem Sie selber steuern können, wann Sie die Maßnahmen umsetzen (z. B. sobald Sie das Geld dafür beieinander haben). Hier finden Sie die Energieberater
4. Eigener Strom aus Photovoltaik rentiert sich! Egal ob mit Dachflächen-PV oder PV-Kleinstanlagen für Balkone, der eigenerzeugte Strom ist viel günstiger als der Gekaufte.

Es geht noch mehr:
5. Wir haben 2021 eine einmalige Chance: Bundestagswahl! Klimaschutz wird eines der Hauptthemen im Wahlkampf sein. Egal welcher Partei Sie anhängen, sprechen Sie Ihre*n Kandidat*in an. Sie wird Ihnen zuhören, denn sie möchte gewählt werden. Wie steht sie zum 1,5°-Klimaziel? Welche Maßnahmen zum Klimaschutz wird sie vorantreiben? Wie möchte sie uns Bernrieder unterstützen? Sagen Sie ihr, was Sie von ihr erwarten!
6. Vielleicht wollen Sie uns im AK Energie unterstützen? Sie sind herzlich willkommen!

Haben Sie noch Fragen? Aber gern! Frohe Ostern und viele Grüße aus dem AK Energie
konrad.lang@web.de

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Öko-Tipps April 2021

Lebensmittelverschwendung
In deutschen Privathaushalten werden jährlich pro Kopf 81,6 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen, zwei Drittel davon sind vermeidbarer Lebensmittelmüll. 

»Abgelaufene« Lebensmittel
Viele Waren, deren Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, müssen nicht sofort in die Tonne, sondern sind trotzdem noch genießbar. Ein Joghurt zum Beispiel hält sich gut noch weitere zwei bis drei Wochen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. 

Gezielter einkaufen
Um Verschwendung zu vermeiden, sollte man nur kaufen, was man wirklich braucht und sich nicht von Sonderangeboten und XXL-Packungen verführen lassen. Machen Sie sich vor Ihrem Wocheneinkauf Gedanken über das, was Sie die Woche kochen wollen, und gehen Sie immer mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt – das vermeidet unnötige Spontankäufe!

Richtige Lagerung
Achten Sie bei Ihren Lebensmitteln darauf, Sie auch korrekt zu lagern. In Ihrem Kühlschrank ist es ganz unten am kältesten, ins Gemüsefach gehören also Obst (außer Ananas, Mango, Zitrusfrüchten und Bananen) und Gemüse, jedoch mit einigen Ausnahmen wie z. B. Tomaten. Ins untere Fach über der Gemüseschublade gehören Wurst, Fleisch oder Fisch. Das mittlere Fach ist ein guter Ort für Milchprodukte, und ganz oben können lang haltbare Waren gelagert werden, angebrochene Lebensmittel oder Käse. Essensreste sollten erst abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank wandern, sonst verbraucht das Abkühlen dort zusätzliche Energie.

Resteverwertung
Die meisten Reste lassen sich wunderbar weiterverwerten. Aus altem Brot beispielsweise kann man eine leckere Brotsuppe zubereiten. Frieren Sie übrig gebliebene Soßen, Suppen usw. ein. Bleibt eine kleine Portion übrig, nehmen Sie sie am nächsten Tag mit in die Arbeit. Überreifes Obst kann gut zu Kompott oder Marmelade eingekocht werden.

(mit freundlicher Genehmigung aus: Die Öko-Challenge, Verlag Komplett-Media GmbH, ISBN (eBook): 978-3-8312-6948-8).

Summ, summ, summ, Bienchen summ herum…

Das wünschen wir uns auch in Zukunft. Deshalb gibt es heute Tipps, um Bienen und Insekten in die Gärten zu locken. Auch für Balkone sind schöne Ideen dabei. Vielleicht finden Sie hier Anregungen für sich: Bienenfreundliche Pflanzen. Auch das Umweltinstitut bietet Ratgeber zum Bienengarten und mehr. Empfehlen wollen wir auch diese Seite des NABU.

Beim Schmökern kommen bestimmt Frühlingsgefühle auf. Und herrlich blühende Gärten und Balkone sind Bienen- und Augenweide zugleich. 

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Bücherei Bernried

Das ist einfach Bernried: Genügend Helfer für den plötzlichen Bücherei-Umzug sind in nullkommanix parat, der amtierende und der ehemalige Bürgermeister fahren geschickt mit ihren Anhängern ca. 140 Kartons in die Tiefgarage. Alles bleibt nach Bereichen geordnet und findet im Zwischenlager Platz. So macht das Umziehen direkt Spaß und lenkt von der Traurigkeit ab, die wir doch stark spüren, denn wir haben sie geliebt, die schöne alte Bücherei im Kloster. Vermissen werden wir auch das gute Miteinander mit den Schwestern und der Betriebsleiterin. Uns tröstet aber, dass es nur ein kurzer Weg in unsere „alte Heimat“ ist.

Nun müssen wir die Herausforderungen in der neuen Bücherei meistern und viel improvisieren, da die neuen Regale und die sonstigen Möbel lange Lieferzeiten haben. Immerhin liegt der Teppichboden schon und sieht gut aus. Die EDV können wir auch anschließen. Die Aufnahme sämtlicher Medien ist ja bereits abgeschlossen, doch wir müssen uns weiter in die umfangreiche Bücherei-Software WinBIAB einarbeiten. Zudem wollen wir einen eingeschränkten Betrieb organisieren. Spannend und aufregend bleibt es auf jeden Fall! Wir halten Sie auf dem Laufenden und auf der Bernrieder Homepage erfahren Sie unter Aktuelles rechtzeitig, wie es weiter geht.

Das „Dreamteam“ der Bücherei dankt allen Helfern ganz herzlich!

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Termine und Veranstaltungen

Alt-Papiersammlung 24. April
Die Sammlung am Samstag, 24. April führen der Bund Naturschutz, OG Bernried und der Waldkindergarten durch. Treffpunkt am Vereinsheim um 7:30 Uhr.

Grüngutsammelstelle Bernried – Öffnung ab 9. April
Nach Beschluss der EVA-GmbH ist die Grüngutsammelstelle am 03.04.2021 geschlossen. Lagern Sie bitte keine Abfälle vor den Grüngutsammelstellen ab. Wir bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahme. Die Grüngutsammelstelle Bernried öffnet wieder ab Freitag, 9. April.
Öffnungszeiten:
Freitag: 16 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 12 Uhr

Fördergemeinschaft Musikkreis Bernried e.V.
Leider muss die für den 12. April geplante Jahresversammlung ein weiteres Mal verschoben werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Jahresversammlung des Sportvereins erneut verschoben
Die erst von Januar auf März verschobene Jahresversammlung des Sportvereins Bernried wird wegen der geltenden Beschränkungen erneut verschoben, nun auf den 12. Juni, um die anstehenden Neuwahlen des Vorstands mit persönlicher Anwesenheit abhalten zu können. Eine Online-Wahl bedeutet erheblichen Aufwand und lässt nur geringe Teilnahme erwarten. Dadurch ist ein den Mitgliederinteressen entsprechendes Wahlergebnis fraglich. Deshalb hat sich die Vorstandschaft, in der Hoffnung auf eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen, für diese erneute Verschiebung entschieden.


 


Gemeindeverwaltung
gemeinde@bernried.de
Dorfstraße 26
82347 Bernried
am Starnbergersee
Tel.: 08158-90767-0
Fax.: 08158-90767-11